Forstwirtschaft

Die dänischen Wälder setzen sich aus Staatswäldern, die von den örtlichen Naturverwaltungsämtern verwaltet werden, und zahlreichen Wäldern in Privatbesitz zusammen.

Dänemark hat offiziell 608.078 ha Wald, was 14,1 Prozent der Landesfläche entspricht. Die Waldverteilung in Dänemark ist ungleichmäßig. Sehr waldreich sind die Gebiete entlang des jütländischen Höhenrückens, Nordseeland und Bornholm. Sehr viel weniger Wald ist in der Umgebung der großen Städte zu finden.

Nadelbäume sind am weitesten verbreitet.

Die Nadelbäume haben nach Dänemark Eingang gefunden, weil sie widerstandsfähig sind und sich deshalb in Heide- und Dünengebieten gut für Küstenschutzpflanzungen eignen, und weil sie wegen ihrer Schnellwüchsigkeit für Waldbesitzer lukrativer waren als Laubbäume. Aus diesem Grund sind in Jütland meist Nadelbäume anzutreffen. Nadelbäume machen 50% der gesamten Waldfläche aus, während die Laubbäume 46,4% einnehmen. Die restliche Fläche ist unbewachsen, oder es konnte auf der Fläche keine Baumart identifiziert werden.

Die meisten Laubbaumarten wie z. B. Eiche und Buche sind in Dänemark einheimisch, während die Nadelbäume in den letzten 200-300 Jahren ins Land eingeführt wurden. Die Fichte als die in Dänemark am häufigsten vorkommende Baumart wurde zum Beispiel aus anderen europäischen Ländern wie Schweden und Deutschland eingeführt, während andere Arten wie z. B. Sitka-Fichte und Douglasie ursprünglich aus Nordamerika stammen.

Regionale Unterschiede

Die Waldverteilung kann von Region zu Region variieren. In der Hauptstadtregion, zu der Nordseeland und Bornholm zählen, liegt der Waldanteil bei über 17 Prozent, während er in der Region Süddänemark 11,2 Prozent beträgt.
Im EU-Maßstab ist Dänemark als Ganzes ein waldarmes Land. Die gesamte Waldfläche der EU beträgt ca. 1 Milliarde Hektar (2011), was ca. 25% der gesamten Waldfläche der Welt entspricht.

Die Geschichte der dänischen Wälder

Ursprünglich war fast ganz Dänemark von Wald bedeckt. Jahrhundertelange unkontrollierte Abholzung und Rodungen zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Nutzflächen ließen die Waldfläche Dänemarks auf nur 2 bis 3 Prozent um das Jahr 1800 schrumpfen.
Mit der Verabschiedung des Waldgesetzes im Jahr 1805 waren Waldrodungen in Dänemark verboten, und gleichzeitig wurden seit dieser Zeit ehrgeizige Aufforstungsmaßnahmen ergriffen. Die Gesamtwaldfläche konnte dadurch beträchtlich anwachsen, und nimmt weiter zu. Die Aufforstungen haben zwar landesweit stattgefunden, konzentrierten sich aber auf die Heide- und Dünengebiete in Mittel- und Westjütland.

Mehr über die Bewirtschaftung und Entwicklung der dänischen Wälder erfahren (auf Dänisch)

Mehr Holz in den Wäldern

Dänemark verbraucht weitaus mehr Holz als es produziert. Jedes Jahr werden ca. 4,3 Mio. Kubikmeter Holz gefällt und doch nimmt die Holzmenge in den dänischen Wäldern jährlich um beachtliche 2,4 Millionen Kubikmeter zu.

Waldfläche je Einwohner

Auf jeden Einwohner Dänemarks kommen ca. 0,1 Hektar Wald, was der Fläche eines großen Einfamilienhausgrundstücks entspricht. Im europäischen Maßstab kommen durchschnittlich ca. 1,97 Hektar Wald auf jeden Einwohner.

Grüne Ziele

Die Naturbehörde bewirtschaftet die Wälder nach naturnahen Grundsätzen und verfolgt diverse grüne Ziele. Erfahren Sie mehr darüber, wie wir die staatlichen Wälder bewirtschaften und welche grünen Ziele wir verfolgen.

Wenn Sie mehr wissen möchten, kann folgende Waldstatistik Aufschluss geben: "Skove og plantager 2012" (auf Dänisch), Københavns Universitet (Wälder und Plantagen 2012, Universität Kopenhagen.